Kniespiegelung

Knieschmerzen sind ein häufigeres Problem, die Ursachen ebenso vielfältig. Die optimale Therapie setzt eine saubere Diagnostik voraus.


Manchmal entstehen die Knieschmerzen plötzlich, etwa nach einem Unfall mit Knieverdreher, wie es etwa beim Fussball vorkommen kann oder beim Wandern. Dann gibt es Knieschmerzen, die sich peu à peu entwickeln, ohne konkretisierbaren Auslöser. Wieder andere Schmerzen sind vor allem in Ruhe, beim Anlaufen oder auch bei Belastung vorhanden. Alle diese Charakteristiken helfen, die Ursache weiter einzugrenzen.

a man running down a flight of stairs

Gelegentlich erschliesst sich die Diagnose aus der Untersuchung beim Facharzt. Oft hingegen ist die weitere Bildgebung nötig, wobei ein Röntgenbild oder dann zumeist eine MR-Tomographie zum Einsatz kommt (Magnetresonanztomographie), die sog. „Röhre“. Bei diesem komplexen Verfahren werden die verschiedenen Körperstrukturen mittels Magnetimpulsen angeregt, wodurch sie sich abbilden lassen. So sieht man auch Weichteilstrukturen, etwa die Bänder, den Knorpel oder die Menisken.


Die Bilder lassen sich nur zusammen mit der „Kniegeschichte“ und der fachärztlichen Untersuchung sinnvoll auswerten. In der Gesamtschau kann so die Diagnose etabliert werden. Ein häufiges Problem ist die Arthrose (Knorpelschwund, Abnützung). Bei Neudiagnose wird diese je nach Schweregrad zunächst konservativ Behandelt, wobei ganz verschiedene Therapieoptionen zur Anwendung kommen wie die Physiotherapie oder Infiltrationen (Spritze ins Gelenk).

a man getting his leg examined by a doctor

Hin und wieder kommt es zur Schädigung der Menisken. Die Menisken sind halbmondförmige Strukturen im Gelenk, von der Konsistenz her wie harter Gummi, etwa vergleichbar mit einem Autopneu. Sie stabilisieren zusammen mit den Bändern das Knie bei der Bewegung.


Abhängig von der Art der Schädigung, etwa bei verschobenen Meniskusrissen mit eingeschlagenem Segment oder bei störenden freien Gelenkkörpern und ähnlichem ist eine Kniespiegelung sinnvoll. Dabei werden über zwei kleine (manchmal drei) kleine Schnitte eine Kamera und Arbeitsinstrumente ins Knie gebracht. Zur besseren Übersicht wird das Knie mit Salzlösung gefüllt.


Die Kniespiegelung (Arthroskopie) erlaubt einerseits, die Diagnostik zu verfeinern, andererseits auch Massnahmen zur Sanierung von Verletzungen. Mit speziellen Instrumenten kann etwa eine Meniskusnaht oder eine Bandplastik durchgeführt werden. Zudem lassen sich so störende Elemente wie freie Gelenkkörper („Gelenkmaus“) oder instabile Knorpel- oder Meniskussegmente entfernen.


Gerne etablieren Dr. med. Thomas Hotz oder Dr. med. Nicolas Obrist mit Ihnen die Diagnose inklusive allfälliger weiterer Bildgebung in der Sprechstunde. Gerne besprechen sie dann das optimale weitere Vorgehen mit Ihnen je nach Ursache der Beschwerden.

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